Die Feierabend-Schwestern

Die Schwestern Elisabeth, Gerda, Grietje und Christa (v. l. n. r.) und ihre Oberin Anette Cordes (2.v.l.) in Bremen (Copyright: Evangelisches Diakonissenmutterhaus Bremen / Horst Wenzel)

Die Schwestern Elisabeth, Gerda, Grietje und Christa (v. l. n. r.) und ihre Oberin Anette Cordes (2.v.l.) in Bremen (Copyright: Evangelisches Diakonissenmutterhaus Bremen / Horst Wenzel)

Evangelische Diakonissen stellen ihr Leben in den Dienst von Gott und am Nächsten. Sie bleiben meist unverheiratet und kinderlos. Viele von ihnen erreichen ein hohes Alter. Können sie ein gutes Vorbild für das Älterwerden sein?

Deutschlandfunk Kultur, Religionen, 8.3.2020

AUSZUG

Schwester Christa in Bremen: „Es ist kein Mann gekommen, wo ich hätte sagen können, dafür lohnt sich das Austreten. Ist mir einfach keiner begegnet. Ich kann auch bis heute gut alleine sein.“

Auch die Schwestern in Bremen gehören zu den Letzten ihrer Zunft. Die Jüngste unter ihnen ist mit 62 Jahren Schwester Elisabeth: Sie schätzt an der aussterbenden Lebensform der Diakonisse vor allem eins:

„Es könnte sein, dass wir im Vergleich zu anderen Menschen vielleicht ein bisschen mehr Kraft schöpfen können, weil wir Angebote haben, zur Stille zu kommen, während andere vielleicht diskutieren und kommen nicht zur Ruhe oder sie streiten sich. Wir können viele Situationen vor Gott bringen, erst mal im Gebet. Und wir können uns innerlich wieder sortieren, auch um wieder nächsten Tag, dass man sagt: Es gibt immer wieder ein Morgen!“